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Wer verhindert den Schutz des Weltklimas?

Bei der Klimapolitik geht es um die grundsätzlichste Frage, die sich die Menschheit stellen kann, die nach ihrem eigenen Überleben auf dem einzigen Planeten, den sie bewohnen kann. Sie wurde vor über dreißig Jahren aufgeworfen und entwickelte sich zu einem ganzheitlichen Ansatz politisch-ökologischen Denkens. Diese „Gattungs-Frage“ befasst sich mit den natürlichen Voraussetzungen menschlicher Existenz. Sie bezeichnet nicht ein Problem, das einzelne Gruppen, Klassen oder Individuen berührt. Sie betrifft die Menschheit als Ganze. Kann der Homo sapiens, dieses Lebewesen, das wir so liebgewonnen haben, langfristig auf der Erde überleben oder arbeitet es selbst mit Nachdruck an der Zerstörung seiner eigenen Existenzbedingungen?

Klima und Corona – Stirbt der Homo sapiens aus wie der Neandertaler?

(erschienen in der Berliner Zeitung, 30. November 2020, unter dem Titel „Stirbt der Homo sapiens aus wie der Neandertaler?") Klimakatastrophe und Corona-Pandemie – Politikroutine und technische Innovation allein helfen hier nicht. Diese Megakrisen erfordern ein Denken in völlig anderen Dimensionen. Sie beschwören die Gefahr der Apokalypse herauf, können aber zugleich...

Globalisierung in grün – Sind die Grünen die Geschäftsführung der bürgerlichen Gesellschaft?

(Beitrag für die Festschrift zu Elmar Altvaters 60. Geburtstag: Michael Heinrich/Dirk Messner (Hg.), Globalisierung und Perspektiven linker Politik, Münster 1998) Es gibt nicht viele politisch-wissenschaftliche Charaktere seines Typs in Deutschland. Er stand auf der undogmatischen Seite, als die Rezeption von Marx und Engels das Denken der kriti­schen Intellektuellen bestimmte. Heute,...

Wege aus der Krise – Re-Regulierung für eine solidarische Gesellschaft

Die Landtagswahlen im Frühjahr 1996 haben gezeigt, dass es aus grüner Sicht sinnlos ist, von der FDP mehr erben zu wollen, als bereits geschehen, nämlich den linken Bürgerrechtsliberalismus….Eine Konkurrenz zu den Liberalen und das Einbrechen in Teile des konservativen Wählerspektrums können nicht organisiert werden über eine Anpassung an den wirtschaftsliberalen Diskurs mit den Kernelementen der Standortsicherung, Deregulierung und Weltmarktanpassung. Grünes Ziel muss es bleiben, auch in Zeiten der Krise die solidarische Gesellschaft anzustreben und gegen das Konzept der Ellenbogengesellschaft zu verteidigen.

CHANGE NOW! Für einen sozial-ökologischen New Deal. – Das „Modell Deutschland“ ist am Ende

Das „Modell Deutschland“ ist am Ende. Trotz neuer Munterkeit wer­den es auch seine Erfinder Schmidt und Schiller so leicht nicht wiederbeleben können. Und das ist gut so. Das Modell lebte immer auf Kosten anderer. … Völlig ausge­blendet wurde von den Dirigenten der konzertierten Aktion die Um­weltbewegung als vierte Tarifpartei neben Staat, Arbeitgebern und Gewerk­schaften. Sie saß nicht am Tisch, sondern bekam an den Bauzäunen in Wackersdorf und an der Startbahn West den Polizeiknüppel über­gezogen.

Ökologie und Marktwirtschaft – Für einen sozial-ökologischen New Deal

Zwei ge­samte Systeme, das Natursystem und das gesellschaftliche, müssen miteinan­der vereinbar gemacht werden, so dass Na­tur und Mensch langfristig existieren können. Da die Naturge­setze aber nicht zu ändern sind, muss sich einseitig das ge­sellschaftliche System anpassen, ohne das natürliche biologistisch zu ko­pieren. Ökologiepolitik ist deshalb immer mehr als Umweltschutz. Sie ist „ganzheitliche“ Gesellschafts­politik: Politi­sche Ökologie.

„New Deal“ statt Zweidrittel-Gesellschaft

Die Bundesregierung muss abgelöst werden. Der Wille ist stark, der Druck groß. Doch die Rahmenbedingungen sind schlecht wie nie zuvor. Der Rechtspopulismus scheint stärker zu sein als die linke Öffentlichkeit. Politikverdrossenheit ist noch nicht umgeschlagen in Veränderungswillen. Einer geldintensiven Reformpolitik sind durch die zerrütteten Staatsfinanzen enge Grenzen gesetzt. …Wer die ökologisch-solidarische Wende will, muss versuchen, die realen Kräfte zu identifizieren und zu bündeln,

Politische Ökologie oder Umweltschutz?

Was betreibt die Umweltbewegung? Ökologie oder Umwelt­schutz?  Ich finde, dass das nicht dasselbe ist. Ökologiepoli­tik ist viel mehr, eine integrierte „ganzheitliche“ Politik. Zwei ge­samte Systeme, das Natursystem und das gesellschaftliche Sy­stem, müssen miteinan­der vereinbar gemacht werden, so dass Na­tur und Mensch langfristig existieren können. Da die Naturge­setze aber nicht zu ändern sind, muss sich einseitig das ge­sellschaftliche System anpassen, ohne das natürliche biologistisch zu ko­pieren. Ökologiepolitik ist deshalb immer Gesellschafts­politik: Politi­sche Ökologie.